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Club an der Alster – Rot-Weiss Köln 2:3 (2:1)

Die Herren von Rot-Weiss Köln haben die Partie am Sonntagnachmittag beim starken Club an der Alster mit 3:2 (1:2) gewonnen und festigen damit ihren Platz in der Spitzengruppe der Feldhockey-Bundesliga. Allerdings ließ man dem Gegner eine Halbzeit lang zu viel Entfaltungsmöglichkeiten, sodass erst zwei späte Eckentreffer den Sieg für die Domstädter einbrachten.

„Das fühlte sich ähnlich an wie letzte Woche gegen den HTHC”, gestand Kölns Trainer André Henning. „Mit dem Unterschied, dass wir diesmal das Resultat geholt haben. Es spricht aber für die Moral der Jungs, wie sie sich da über den Kampf in der zweiten Halbzeit rausgezogen haben. Solche Punkte, die man vielleicht auch etwas glücklich erst kurz vor Schluss holt, gehören über die Saison gesehen eben dazu.“

Alsters Coach Fabian Rozwadowski: „Natürlich ist es unglücklich, dass wir so kurz vor Schluss sogar noch verlieren, zumal wir das Spiel eine Halbzeit lang absolut im Griff und nach dem 2:0 und dem 2:1 genügend Konterchancen haben, um die Partie zu entscheiden. Aber wir waren eben in der zweiten Hälfte nicht mehr richtig dabei, waren vor allem im Mittelfeld nicht mehr präsent genug.“

Die Zuschauer sahen zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten. Alster begann enorm stark, zeigte ein gutes Passspiel, konterte gefährlich, weil man auch sehr gut nach hinten arbeitete und schnell umschaltete. Köln hingegen fand praktisch kaum statt in den ersten 30 Minuten, kam nicht in die Zweikämpfe, ließ den Ball zu wenig laufen und gab Alster viel zu viel Platz für gefährliche Konter. „Wir waren die ersten 20 Minuten sehr schwach, haben Alster praktisch widerstandslos alles machen lassen, was es wollte“, fand Henning. Und die Hamburger nutzten das auch zu zwei Treffern. Erst traf Niklas Bruns (9.), und dann vollendete Constantin Staib einen dieser schnellen Konter nach einem Schlenzer über die gesamte Kölner Abwehrreihe mit einem Volley-Dropshot flach ins Tor (15.). Auch danach hatte Alster noch die eine oder andere glasklare Chance über Konter, verpasste es aber, nachzulegen. So bekam Köln schon gegen Ende der ersten Halbzeit besser die Kurve und verkürzte durch Jan Fleckhaus, der ein Zuspiel von Mats Grambusch verwertete (30.).

Alster versuchte auch nach dem Seitenwechsel, sein Spiel weiter so durchzuziehen, doch Köln kam griffiger aus der Kabine, stand jetzt defensiv besser und ließ den Gastgebern längst nicht mehr so viel Platz. Dazu liefen das Pass- und das schnelle Umschaltspiel bei Alster nicht mehr so rund wie zu Beginn, sodass gerade im Mittelfeld Köln die Oberhand gewann. Florian Adrians hatte bereits in der 37. Minute den Ausgleich für Rot-Weiss auf dem Schläger, doch sein sehenswerter Stecher krachte nur an die Latte. Alster bekam jetzt kaum mehr Zugriff, während Köln das Geschehen fortan klar bestimmte, sich viele Kreisszenen und Chancen erarbeitete. „Heute haben wir es nicht zwingend spielerisch gelöst, sondern über den Willen und den Kampf“, hatte Henning auch viele technische Mängel in seinem Team beobachtet. Und so brauchte es am Ende zwei Strafecken, um das Spiel noch zu drehen. Benedikt Swiatek (57.) und Christopher Rühr in der Schlussminute, der den Ball an der ersten Welle vorbei auf der Handschuhseite des Keeper unterbrachte, sicherten die drei Punkte für die Domstädter.

Tore:
1:0    Niklas Bruns (9.)
2:0    Constantin Staib (15.)
2:1    Jan Fleckhaus (30.)
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2:2    Benedikt Swiatek (KE, 57.)
2:3    Christopher Rühr (KE, 60.)

Strafecken:
CADA 1 (kein Tor) / RWK 4 (2 Tore)

Grüne Karten:
Alessio Ress (40.) / Mathias Müller (39.), Jonas Gomoll (45.)

Schiedsrichter:
C. Breß / O. Finger

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