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Rot-Weiss Köln – Düsseldorfer HC 3:3 (0:3)

Aufsteiger Düsseldorfer HC erweist sich in dieser Saison in den rheinischen Derbys auswärts als besonders stark. Nach dem Sieg in Krefeld wäre am Samstag auch bei Spitzenreiter RW Köln ein dreifacher Punktgewinn möglich gewesen – führten die DHCer doch sieben Minuten vor Schluss noch mit drei Toren. Köln, das im zweiten Viertel seine schwächste Saisonleistung zeigte, belohnte sich nach einer sehr starken zweiten Halbzeit aber noch mit einem Punkt.

Kölns Cheftrainer André Henning: „Wenn wir das Spiel noch ein paar Mal so spielen, schießen wir mit einer normalen Offensivleistung sieben bis acht Tore und fangen mit einer normalen Defensivleistung auch nicht drei Gegentreffer. Ich bin zufrieden mit der Aufholjagd und Moral, aber unzufrieden mit dem Hänger im zweiten Viertel. Düsseldorf hat sich den Punkt durch sein ungeheures Invest ins Verteidigen aber auch verdient.“
DHC-Coach Mirko Stenzel konnte sich direkt nach der Partie noch nicht entscheiden, ob er sich über den einen Punkt freuen sollte oder den beiden noch möglichen Punkten nachtrauern sollte: „Rational ist das Ergebnis klasse, emotional sieht es noch etwas anders aus. Hätte man mir vorher gesagt, wir spielen in Köln 3:3, hätte ich das natürlich sofort unterschrieben. Natürlich hätte auch die eine oder andere Kölner Ecke noch zu Toren führen können, aber meine Jungs haben es einfach auch gut gemacht, das Spieltempo und den Spielfluss der Kölner zu unterbrechen.“

Köln kam gut in die Partie und hatte in den Anfangsminuten bereits klarste Chancen für Mats Grambusch und Marco Miltkau sowie eine Ecke, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Der DHC beschränkte sich auf eine solide Abwehrleistung und setzte voll auf vereinzelte Konter. Das führte Ende dieses Viertels auch erstmals zum Erfolg, als ein Ball angefangen und mit Seitenverlagerung nach links an den Kölner Kreis gespielt wurde. Dort wurde Christian von Ehren zum Stecher angespielt, der von halblinks das 0:1 (13.) besorgte.
Nach dem ersten Seitenwechsel dann Kölns Black-out. Es klappte wenig, viele Fehler im Spiel nach vorn luden Düsseldorf immer wieder zum Kontern ein. Und kurz vor der Pause konnte Frederik Schank von der Grundlinie am langen Pfosten angespielt werden, der den Ball zum 0:2 (27.) ins Tor blockte.
Das war natürlich gar nicht nach dem Geschmack der Gastgeber, die sich in der Halbzeit von ihrem Trainer einiges anzuhören hatten, aber dann auch wie ausgewechselt agierten. Nun hatte Rot-Weiss klar die Kontrolle, spielte Chance um Chance heraus, war aber in der Verwertung von Feldchancen wie Ecken ungewohnt ineffektiv. Zudem gab es einen – aus Sicht der Kölner berechtigten – Siebenmeter nicht.
Dann hatte Flo Scholten auch noch Pech, als er eine Flanke von Julius Heimanns im eigenen Kreis unglücklich ins eigene Gehäuse abfälschte. So stand es nach 35 Minuten sogar 0:3. Köln holte auch danach Chance um Chance heraus, hatte eine klare Überlegenheit zu verzeichnen, während die Gäste allerdings weiter mit hoher Leidenschaft verteidigten.
Zehn Minuten vor Ende nahm André Henning seinen Keeper vom Platz, „wir hatten eigentlich auch vorher schon genug Chancen, das war mehr das Startsignal für die Schlussoffensive“. Und das fruchtete. Sieben Minuten vor Ende blockte Marco Miltkau eine argentinische Rückhand ins Tor zum 1:3. Christopher Rühr setzte die neunte Ecke der Kölner zum 2:3 (57.). Und wenig später funktionierte die Stechervariante an den rechten Pfosten zu Mats Grambusch, der das 3:3 (58.) besorgte. Köln hatte zwar danach noch eine Großchance für den Siegtreffer – das wäre dann aber vielleicht auch zuviel gewesen in der turbulenten Schlussphase.

Tore:
0:1    Christian von Ehren (13.)
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0:2    Frederik Schank (27.)
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0:3    Julius Heimanns (34.)
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1:3    Marco Miltkau (53.)
2:3    Christopher Rühr (KE, 57.)
3:3    Mats Grambusch (KE, 58.)

Strafecken:
RWK 10 (2 Tore) / DHC 3 (kein Tor)

Zuschauer: 250

Schiedsrichter:
A. Knechten / M. Pontus

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