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Blau-Weiß Köln – Rot-Weiss Köln 1:6 (1:4)

pahlDie Damen von Rot-Weiss Köln entschieden am Samstag das Lokalderby bei Blau-Weiß Köln mit 6:1 (4:1) für sich. Die Gäste waren von Beginn an präsenter, die Hausherrinnen fanden erst langsam in die Partie. Pia Grambusch (insgesamt 3 Tore), Nicole Pahl (2) und Lea Stöckel sorgten bereits vor der Pause für eine Vorentscheidung, mit dem Pausenpfiff erzielte Jil Werker den Ehrentreffer für Blau-Weiß. Mit dem Sieg rehabilitierte sich der Vorjahresviertelfinalist etwas für die Auftaktniederlage gegen Aufsteiger Raffelberg (5:8), Blau-Weiß musste nach dem respektablen Sieg zum Saisonstart in Krefeld (3:2) die erste Saisonniederlage hinnehmen.

„Das war ein sehr gutes und sehr konzentriertes Spiel von uns“, hielt Rot-Weiss-Trainer Markus Lonnes nach dem Schlusspfiff fest, um dann wenigstens ein Manko herauszustellen: „Wir haben zu wenige Tore geschossen. Aber wir haben gut verteidigt und nur eine Strafecke und zwei Chancen aus dem Spiel heraus zugelassen.“ Seine Damen hatten im ersten Durchgang tatsächlich erst ordnungsgemäß losgelegt und einer frühen Führung (5.) drei weitere Tore folgen lassen (10./23./28.).
„In der ersten Halbzeit fielen ein paar Tore zuviel, da sahen wir zu unlucky aus“, befand Lonnes‘ Gegenüber Jens Lüninghöner. Gleichzeitig vermisste der Blau-Weiß-Coach gerade vor der Pause die Kämpfermentalität in seinem Team: „Rot-Weiss hat uns fast überrannt, sehr körperbewusst gespielt. Da waren wir zu mädchenhaft und haben nicht ausreichend gegengehalten.“ So brauchte es vor rund 300 Zuschauern sehr lange, ehe Blau-Weiß richtig wahrnehmbar als Gegner auftrat. Der späte Anschluss quasi mit dem Halbzeitpfiff durch Jil Werker (30.) gab Blau-Weiß dann für den zweiten Durchgang noch einmal Auftrieb.

„Die zweite Halbzeit war vom Ergebnis her okay“, so Lüninghöner, stellte dann aber mit Blick auf die nächsten Partien fest: „Wir müssen unbedingt noch an unserem eigenen Spielaufbau feilen, da haben wir zu viel zugeguckt und waren nicht aktiv genug.“ Tatsächlich sahen die Gastgeberinnen in der zweiten Hälfte noch einmal Treffer von Grambusch und Pahl, die mit ihren beiden Toren (42./45.) den Sack auch endgültig zumachten.
Lüninghöner zollte mit Blick auf mögliche Gründe für die Niederlage auch dem Sieger Respekt: „Heute war es eine Mischung aus beidem: Zu respektvoll und nicht abwartend genug. Zwar hatten wir nach der Pause mehr vom Spiel, hatten die Partie auch angenommen, waren aber noch nicht gleichwertig. Rot-Weiss war da deutlich stärker. Zwei, drei Tore fielen, als wir in der Abwehr sehr pomadig waren. Insofern geht das Ergebnis völlig in Ordnung.“

Tore:
0:1    Lea Stöckel (5.)
0:2    Pia Grambusch (10.)
0:3    Pia Grambusch (KE, 23.)
0:4    Nicole Pahl (28.)
1:4    Jil Werker (30.)
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1:5    Pia Grambusch (KE, 42.)
1:6    Nicole Pahl (45.)

Strafecken:    BWK 1 (kein Tor) / RWK 5 (2 Tore)

Gelbe Karte:    Lynn Werker, BWK (58., Foulspiel) / ---

Zuschauer:    300

Schiedsrichter:    S. Ehrenberg / L. Gardeler

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