Spielberichte KTHC 1.Herren ABN Amro EHL Finals 2022

Von Markus Lehnen
Viertelfinale: Rot-Weiss Köln- SV Kampong 2:1 (1:0)
Zum Auftakt der EHL Finals trafen die KTHC Herren am Freitagabend in Amstelveen auf den amtierenden Vizemeister der Niederlande, den SV Kampong. Das Team aus Utrecht hatte sich am Mittwoch in einem vorgezogenen Achtelfinale souverän mit 4:0 gegen den deutschen Rekordmeister Uhlenhorst Mülheim durchgesetzt. Während KTHC Cheftrainer Pasha Gademan mit seinem bestmöglichen Team auflaufen konnte, musste sein Gegenüber Roelant Oltmans auf seine beiden niederländischen Nationalspieler Björn Kellermann und Robbert Kemperman verzichten.
Im 5.EHL Duell dieser beiden Vereine in den letzten sechs Austragungen erwischten die Niederländer den besseren Start, doch der pfeilschnelle Terrance Pieters erwischte den Ball im Schusskreis nicht richtig und verpasste das Kölner Tor. In der Folge fand aber auch Köln gut in das Spiel und hatte in der 6.Spielminute die ersten beiden Strafecken, die jedoch nicht zum Torerfolg führten. Gut eine Minute vor Ende des 1.Viertels hatte Kampong durch Strafeckenspezialist Jip Janssen seinerseits zweimal die Chance zur Führung, doch der Nationalspieler wurde geblockt und schoss die Wiederholungsecke anschließend über das Rot-Weiss Tor. Im 2.Viertel erspielte sich der KTHC leichte Vorteile, doch weder eine Chance von Rühr, noch eine Strafecke von Mink van der Weerden führten zum 1.Tor des Spiels. In der 26.Minute hatte Florian Adrians die nächste gute Chance hierzu, scheiterte aber an Kampong Schlussmann David Harte. Da allerdings Thies Ceulemans den Ball danach an den Fuß bekam, gaben die Schiedsrichter die 4.Strafecke für Köln. Und die nutzte Tom Grambusch dann auch mit einem satten Schuss ins untere rechte Eck zur verdienten 1:0 Führung.
Jip Janssen hatte ebenfalls per Strafecke nur eine Minute später die Chance auf den Ausgleich, scheiterte aber an Vincent Vanasch, der souverän mit dem rechten Schoner parierte und damit die Rot-Weiss Halbzeitführung sicherte.
Zu Beginn der 2.Halbzeit sahen die Zuschauer im Wagener Stadion in Amstelveen ein weitestgehend ausgeglichenes Spiel mit kleineren Chancen auf beiden Seiten. In der 41.Minute drehte dann DHB Nationalstürmer Christopher Rühr auf, zog in den Kreis, fand Moritz Trompertz und dieser den Fuß von Kampongs Lars Balk, was zur 5.Kölner Strafecke führte. Diese wurde per Körper geblockt und die Wiederholung schoss van der Weerden durch die Beine von Ian Harte zum 2:0. Kurz danach provozierte Rühr, der kurz zuvor mit dem absitzen zwischen Bande und Hinter Tornetz noch für ein kurioses Bild gesorgt hatte, beinahe ein Eigentor von Gruter, der die Hereingabe nach dessen Solo aber abfing und den Ball geradeso vor der Linie wegspielen konnte.
Im Schlussviertel standen die KTHC Herren tief und erstickten die Angriffe der Niederländer im Keim, was allerdings auch daran lag, dass sich diese viele Unsauberkeiten im Spielaufbau leisteten.
,,Kampong hat da viele Bälle nur noch reingeschlagen, ich denke wir hatten den Gegner Müde gemacht. Wir haben schon sehr gut verteidigt, aber es verpasst sie zu brechen indem wir das 3.Tor erzielen. Das geht noch besser, denn so wurde es nochmal kurz spannend“, bewertete Kölns Trainer Pasha Gademan diese Spielphase. Und in der Tat wurde es noch einmal kurz spannend, denn in der  59.Spielminute nutzte Jip Janssen Kampongs 5.Strafecke zum 1:2, nachdem kurz zuvor Vanasch den 4.Versuch in Weltklassemanier noch mit dem linken Schoner an den Pfosten gelenkt hatte.
Sekunden vor Schluss drang Jonas de Geus nochmal in den Kölner Kreis ein, doch fand er keinen Abnehmer für seine Hereingabe und die Schlusssirene ertönte. Im 5.EHL Spiel dieser beiden Teams gewann Köln damit sein 3.und konnte mit 2:1 verdient ins Halbfinale einziehen:,, Ich bin sehr zufrieden, wir haben heute super zusammen gespielt, super gearbeitet. Wir waren gut, aber nicht super, es geht noch besser. Kampong war allerdings auch ein guter Gegner. Insgesamt waren wir viel griffiger als zuletzt und haben das gut gemacht“, freute sich Pasha Gademan am Freitagabend über den Sieg und der offiziell gewählte Man of the Match, Timur Oruz ergänzte im Onfield Interview:,,
Das war eine großartige Mannschaftsleistung heute, es war ein großer Kampf für uns. Zum 5.Mal gegen Kampong in der EHL und es waren immer tolle Spiele. Wir wussten, dass das Mittelfeld heute entscheidend wird, und wenn wir dort die Zweikämpfe gewinnen gute Chancen haben das Spiel zu gewinnen. Das ganze Mittelfeld hat einen super Job gemacht heute, ebenso aber das ganze Team. Es war ein sehr verdienter Sieg. Es wäre zwar gut gewesen mit einem Tor mehr zu führen, aber Kampong ist eben auch ein sehr starker Gegner.“
Tore:
1:0 Tom Grambusch (E, 26., 1.Turniertor)
2:0 Mink van der Weerden (E, 41., 1.Turniertor)
2:1 Jip Janssen (E, 59.)

Halbfinale: Rot-Weiss Köln- Surbiton HC 5:1 (4:0)
Etwas überraschend lautete der Halbfinalgegner am Ostersonntag nicht KHC Dragons, sondern Surbiton HC. Die Südenglänger hatten am Mittwoch den französischen Meister St.Germain HC mit 7:2 abgefertigt und im Viertelfinale eben den belgischen Meister KHC Dragons mit 1:0 besiegt.
,,Das hat mich nicht so überrascht, die Dragons sind diese Saison nicht in Topform. Surbiton ist ein gefährlicher Gegner mit 4,5 englischen Nationalspielern und starken Strafeckenschützen mit Taylor und Furlong“, schätzte Gademan den Halbfinalgegner ein.
Während Surbiton Cheftrainer Mark Pearn sein bestes Team aufstellen konnte, musste Gademan auf Timur Oruz verzichten, der mit einer Hamstring (hinterer Oberschenkel) Verletzung ausfiel und nicht sein 16.EHL Spiel bestreiten konnte.
Wer allerdings dachte, dass das den Favoriten aus Köln in irgendeiner Weise schocken würde, der sah sich von Anfang an getäuscht. In einem schnellen Spiel verpasste KTHC Kapitän Mats Grambusch die Führung noch in der Anfangsminute nur um Zentimeter. In der 5.Spielminute spielte Tom Grambusch einen langen Ball in den Schusskreis auf Maximilian Siegburg, der auf Fabio Seitz weiterleiten wollte. Luke Taylor kam allerdings vor ihm an den Ball, überraschte jedoch seinen Torwart Ore Ogunlana der den Ball mit den Schonern nach vorne abprallen ließ, wo Max Siegburg stand, der sicher zum 1:0 einschießen konnte. Das Spiel war gerade wieder angepfiffen, da eroberte Mats Grambusch den Ball, fand Christopher Rühr und der lief erst Luke Taylor auf halblinks davon und schoss schließlich per Rückhand unhaltbar ins lange Eck zum 2:0 ein. Erst nach gut zehn Minuten hatten die Engländer durch Tim Nurse ihre 1.Torchance, doch nur zwei Minuten später schlug wieder Rot-Weiss Köln zu. Rühr führte einen Freischlag auf der linken Seite schnell aus, fand Max Siegburg im Kreis, wo der KTHC Youngster  zum 3:0 einstach.  Am Ende eines bereits vorentscheidenden 1.Viertels hatten Taylor und Gareth Furlong noch jeweils mit Strafecken die Chance auf das 1:3, doch einmal blockte Antheus Barry und einmal schoss Furlong links am Tor vorbei.
Das 2.Viertel verlief deutlich ruhiger, Köln kontrollierte jetzt Ball und Gegner. Nur einmal konnte Surbiton in Person von Alex Williams gefährlich werden, der aber in guter Schusskreisposition ebenfalls am Tor vorbeischoss. Drei Minute vor der Halbzeit gewann dann erneut der an diesem Tag überragende Christopher Rühr einen Zweikampf gegen Sorsby, drang in den Schusskreis ein und lupfte den Ball über Ogunlana hinweg um 4:0 Halbzeitstand. Zwar war das Tor aufgrund eines möglichen Fouls von Rühr umstritten, aber die Schiedsrichter sahen kein Foul und ein Videobeweis kann außerhalb der 23 Meter Linie nicht beantragt werden. Eine weitere Strafecke von Surbiton führte auch nicht mehr zum Ehrentreffer in einer für Köln nahezu perfekten 1.Halbzeit, vor allem einem perfekten 1.Viertel.
,,Das stimmt ja, wir waren am Anfang wirklich sehr gut. Wir hatten einen sehr guten Gameplan, an den wir uns gehalten haben. Dazu hat man die absolute individuelle Klasse unserer Spieler gesehen“, bewertete Pasha Gademan die 1.Halbzeit seines Teams. Zweifach Torschütze Christopher Rühr ergänzte im Interview bei EHL TV:,, Im 1.Viertel haben wir gezeigt was uns der Einzug ins Finale bedeutet. Wir haben defensiv sehr stark gespielt und jeder weiß, dass wir stark im Konter sind. Das war ein perfektes 1.Viertel.“
In der 2.Halbzeit ließ Rot-Weiss die Briten zunächst kommen und stand tief, in der 35.Minute schaltete man aber erneut in den Vorwärtsgang. Florian Pelzner wurde auf der rechten Seite gut freigespielt, setzte sich fast gegen Tim Nurse durch, der den Ball nur noch so eben wegspitzeln konnte- das allerdings genau vor den Schläger von Mats Grambusch tat, der aus gut neun Metern flach links in die Ecke zum 5:0 traf. Das Spiel war jetzt endgültig entschieden und einzig die Strafecken sollten den Domstädtern an diesem Ostersonntag nicht gelingen. Besonders kurios war eine Ausführung, die James Gall auf der Linie gegen Florian Scholten und Fabio Seitz klärte, um dann auch noch den Versuch von Thies Prinz abzublocken. Im Schlussviertel konnte Surbiton noch per Strafecke den 1:5 Ehrentreffer erzielen. Lawrence Taylor schoss eine Strafecke rechts oben ins Eck und konnte bereits seinen 4.Turniertreffer erzielen. Vier Minuten vor dem Ende des lange entschiedenen Spiels wechselte Gademan dann noch seine Torhüter und verhalf so Joshua Onyekwue Nnaji zu seiner EHL Premiere.
Letztendlich besiegte ein hoch überlegener KTHC Surbiton HC verdient mit 5:1 und zog ins große EHL Finale gegen den HC Bloemendaal ein.
,,Im 1.Viertel haben wir von fünf Chancen dreimal den Ball aufs Tor gebracht und alle Schüsse waren drin, das war schon sehr effizient. Wir haben einfache Tore gemacht und uns damit das Leben heute sehr erleichtert. Insgesamt ein sehr starkes, sehr kontrolliertes Spiel von uns. Einzig die Strafecken und die Disziplin müssen noch besser werden. Wir dürfen nicht so viele Fouls machen und Karten kassieren. Wir haben als Team erneut super zusammengespielt, aber wir können das noch besser und müssen das gegen Bloemendaal auch zeigen. Das sind aktuell wahrscheinlich die beiden stärksten Vereinsmannschaften Europas, daher kann man es schon Traumfinale nennen“, analysierte Pasha Gademan den klaren Sieg seines Teams und schaute schon mit einem Auge auf das große Finale am Ostermontag.
Der Man of the Match, Christopher Rühr, zeigte sich im EHL TV Interview nach dem Spiel vor allem überrascht, über den sehr guten Leistungsstand des Rot-Weiss Teams:,, Wir sind selbst etwas überrascht wie gut wir hier aussehen nach unserer schweren Vorbereitung und keinem optimalen Start in der Liga. Aber bei der EHL vor so vielen Zuschauern zu spielen ist immer schön. Wir haben so viele starke Spieler, so ein gutes Team, das ist ein großartiges Gefühl. Bloemendaal ist ein Weltklasse Team, wie wir. Ihr Vorteil ist der Ruhetag heute, aber wir sind bereit für ein großes Spiel.“
Tore:
1:0 Maximilian Siegburg (5., 1.Turniertor)
2:0 Christopher Rühr (5., 1.Turniertor)
3:0 Maximilian Siegburg (12., 2.Turniertor)
4:0 Christopher Rühr (27., 2.Turniertor)
5:0 Mats Grambusch (35., 1.Turniertor)
5:1 Luke Taylor (52.)

Finale: Rot-Weiss Köln- HC Bloemendaal 0:4 (0:2)
Fast 3500 Zuschauer waren am Ostermontag ins Wagener Stadion nach Amstelveen gekommen, um das Traumfinale zwischen Rot-Weiss Köln und dem amtierenden niederländischen Meister, Tabellenführer und EHL Titelverteidiger, HC Bloemendaal zu sehen. Neben einem orangenen Fanblock für Bloemendaal, waren auch einige Rot-Weiss Fans in den Süden Amsterdams gekommen, um ihr Team im 3. EHL Finale seit 2016 anzufeuern.
Der angeschlagene Timur Oruz (Oberschenkel) konnte hierbei wieder eingreifen, wodurch KTHC Cheftrainer Pasha Gademan sein bestes Team zu Verfügung stand. Gleiches galt allerdings auch für sein Gegenüber Rick Mathijssen, der auf sein gesamtes Starensemble um die Nationalspieler Thierry Brinkman, Jorrit Croon, Glenn Schuurman, Maurits Visser, Floris Wortelboer (alle Niederlande), Arthur van Doren (Belgien) und den ehemaligen deutschen Auswahlspieler Florian Fuchs zurückgreifen konnte.
Bei sonnigem Wetter um die 20°C tasteten sich beide Teams in den ersten fünf Minuten erst einmal ab, kein Team kam gefährlich an oder gar in den Schusskreis des anderen Teams.
Das änderte sich in Minute sechs, als Florian Fuchs erstmals gefährlich vor das Kölner Tor kam, Scholten und Große die Gefahr aber noch beseitigen konnten. Eine Minute später musste dann Vincent Vanasch bereits zweimal Weltklasse gegen Arthur van Doren und Tim Swaen parieren. Das 1.Viertel endete 0:0, aber die klaren Vorteile für Bloemendaal in Ballbesitz und Chancen waren unverkennbar. In der 17.Minute war es dann schließlich Jasper Brinkman, der sich stark auf links durch setzte, den Ball in die Mitte brachte, wo Florian Fuchs an den Ball kam, der den Ball an die Latte schoss. Doch den Abpraller nutzte Jorrit Croon und staubte per Volley zum 0:1 ab. Eine Minute später hätte Rot-Weiss antworten können, aber ein guter Pass von Antheus Barry in den Kreis verfehlte den völlig freien Elian Mazkour knapp. Und so sollte auch der nächste Punch in diesem Finale den Niederländern gehören, denn in der 24.Minute konnte Thierry Brinkman den Ball abschirmen, fand auf der linken Seite Jasper Brinkman, der bis zur Grundlinie durchlief und anschließend Florian Fuchs in der Mitte fand, der keine Probleme mehr damit hatte den Ball zum 0:2 einzuschießen.  Bis zur Halbzeit hatte für den KTHC nur noch Kapitän Mats Grambusch eine kleinere Schusschance, viel mehr galt es für die Kölner aber das 3.Gegentor u.a. bei zwei Serien von Strafecken mit Wiederholungen zu verhindern. Die acht Ecken bis zur Halbzeit konnten immerhin verteidigt werden, auch weil Barry immer wieder stark blockte und Johannes Große einmal glänzend auf der Linie klärte.
,,Bloemendaal war heute sehr stark, das müssen wir anerkennen, aber wir haben sie auch stark gemacht. Wir waren am Anfang viel zu nervös und sind immer hinterher gerannt. Das kostet dann noch mehr Kraft“, bewertete Gademan den schwachen Start seines Teams ins Spiel.
In der 2.Halbzeit setzte sich das Bild von eher müden Kölnern fort, die offensiv weiterhin keine Gefahr aufbauen konnte und es dazu nicht schafften die gefährlichen Angriffe von Bloemendaal zu unterbinden. Lediglich die Eckenverteidigung funktionierte weiterhin herausragend, womit die Versuche neun bis elf ebenfalls abgewehrt werden konnten. In der 46.Minute holte Florian Adrians die Ecke für die Domstädter heraus und es machte sich etwas Hoffnung breit, sollte doch diese eine Ecke den Anschluss herstellen könnte. Doch Maurits Visser hielt den Schuss von Mink van der Weerden, der  in seinem 28. EHL Spiel auch bei den beiden Wiederholungen nicht das gegnerische Tor treffen sollte. Für Gademan wäre genau das so ein Moment gewesen, den man heute zwingend hätte nutzen müssen:,, In so einem Spiel musst du diszipliniert bleiben, mitnehmen was geht und die Chancen dann auch direkt nutzen. Das haben wir heute leider nicht gemacht, das ist schade.“
Zehn Minuten vor Schluss trickste der an diesem Tag überragende Florian Fuchs dann noch Tom Grambusch mit einer Körpertäuschung aus, lief ihm davon und holte die 12.Strafecke für den HCB heraus. Und das Dutzend sollte ihnen Glück bringen, denn diesmal fand Jasper Brinkman mit einem brachialen Schuss die Lücke zwischen Vanasch und Große und erzielte die 3:0 Vorentscheidung. Köln blieb aktiv und versuchte alles, doch das Team von Pasha Gademan kam nicht mehr zu großen Chancen, wirkte vielmehr abgekämpft und müde. Den Schlusspunkt, in einem dann doch recht einseitigen Finale, leitete erneut Fuchs ein, der sich vier Minuten vor dem Ende wieder auf rechts durchsetzen konnte und in der Mitte Roel Bovendeert fand, der den 4:0 Endstand erzielte. Fuchs hätte um ein Haar in den Schlusssekunden sogar noch das 5.Tor erzielt, traf aber zum 2.mal nur die Latte. So blieb es beim 0:4 aus Kölner Sicht und der HC Bloemendaal sicherte sich den 5.EHL Titel der Vereinsgeschichte. Der absolut verdiente Champion aus der Nähe von Haarlem war in diesem Finale in allen Bereichen des Spiels besser, den KTHC Herren fehlte beim 3.Spiel in vier Tagen dann wohl doch die Kraft für den großen Coup. ,,Gestern und heute spielen war bei unserer Vorbereitung sicher nicht optimal, aber Bloemendaal war heute auch sehr stark. Ich denke wir haben dennoch eine gute EHL gespielt, zwei sehr gute Spiele Freitag und Sonntag gemacht, die wir für die Liga mitnehmen können. Ich sehe da positiv in die Zukunft, aber wir müssen eben auch schauen, was wir besser machen können. Ich möchte nächstes Jahr wieder mit diesem Team in diesem Finale stehen, und dann gewinnen“, analysierte ein enttäuschter, aber kämpferischer Pasha Gademan die klare Niederlage seiner KTHC Herren.
Wie er aber auch bemerkt, ist der 2.Platz ein starkes Ergebnis und sollte Auftrieb für die Liga geben, die am kommenden Samstag um 12 Uhr am heimischen Olympiaweg gegen den UHC Hamburg fortgesetzt wird.
Den 3.Platz in der EHL holte sich Surbiton HC mit einem 2:1 über den Club de Campo Madrid. Bei den Damen holte AH&BC Amsterdam, u.a. mit der deutschen Nationalspielerin Kira Horn, den Titel durch ein 3:2 im Shootout gegen HC `S-Hertogenbosch.
Tore:
0:1 Jorrit Croon (17.)
0:2 Florian Fuchs (24.)
0:3 Jasper Brinkman (E,51.)
0:4 Roel Bovendeert (56.)
Zuschauer: 3500

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