Deutsche Meister! Die „Schönen Bälle“ holen den Titel zurück

Wenn man bei knapp 40 Grad an einem Hockeywochenende in Mannheim antritt, dann braucht es vor allem eines: ausreichend Flüssigkeit. Dass diese nicht ausschließlich aus Wasser bestand, zeigte sich bereits am Freitagabend. Gemeinsam mit KaMu wurde bei Gin Tonic auf ein erfolgreiches Wochenende angestoßen – zum Glück mussten wir erst am Samstag um 10:30 Uhr ins Turnier starten. Das klimatisierte Hotel war dabei Gold wert und vermutlich die wichtigste Vorbereitung auf das, was uns bevorstand.

Mit insgesamt 18 Personen reisten wir an – wobei man ehrlicherweise sagen muss: Fünf davon waren Betreuer. Für das Hockey blieben also gerade einmal 13 Spielerinnen übrig. Angesichts der Temperaturen und des straffen Spielplans gingen wir daher eher mit der Hoffnung ins Wochenende, den Samstag gut zu überstehen. Insgeheim waren wir schon darauf eingestellt, am Sonntag nach dem ersten Spiel die Heimreise anzutreten.

Doch es kam ganz anders.

Am Samstag standen gleich vier Spiele über jeweils 25 Minuten auf dem Programm – und das bei Temperaturen, die eher nach Freibad als nach Hockeyplatz schrien. Unsere einzige echte Abkühlung: ein mitgebrachtes Planschbecken, das zwischen den Spielen zum beliebtesten Ort des gesamten Turniers wurde.

Sportlich lief es dagegen nahezu perfekt. Drei Spiele wurden souverän gewonnen. Lediglich gegen die Goldelsen aus Berlin mussten wir uns geschlagen geben. Trotzdem reichte es für den Einzug in die K.-o.-Runde.

Der Sonntag begann früh: Bereits um 9:30 Uhr stand das Viertelfinale an. Auch hier ließen wir nichts anbrennen und zogen souverän ins Halbfinale ein. Dort wartete mit Velbert ausgerechnet der Gegner, gegen den wir im vergangenen Jahr das Finale verloren hatten. Die Gelegenheit zur Revanche ließen wir uns nicht entgehen. Mit einer überragenden Mannschaftsleistung gelang der verdiente Einzug ins Endspiel.

Vor dem Finale wurde dann allerdings zunächst mehr diskutiert als Hockey gespielt. Bei nur noch 13 einsatzfähigen Spielerinnen und weiterhin knapp 40 Grad stand die Frage im Raum, ob auf Großfeld oder Dreiviertelfeld gespielt werden sollte. Letztlich einigte man sich auf Dreiviertelfeld. Anschließend wurde noch darüber verhandelt, ob unser Torwart seine drei persönlichen Betreuer hinter dem Tor positionieren dürfe – auch diese Diskussion sorgte für beste Unterhaltung.

Dann wurde endlich gespielt. Nach der feierlichen Hymne entwickelte sich gegen den TSV ein spannendes Finale, das nach regulärer Spielzeit 0:0 endete. Die Entscheidung musste im Penaltyschießen fallen – und dort bewiesen die „Schönen Bälle“ die stärkeren Nerven. Der Titel war zurück!

Nach der Wimpelübergabe und der obligatorischen Siegerehrung – inklusive eines Vier-Liter-Aperol-Glases – wurde der Erfolg schließlich gebührend im RW gefeiert.

Am Ende bleibt ein Wochenende, das wohl niemand so schnell vergessen wird: brütende Hitze, Planschbecken statt Eisbad, ein kleiner Kader mit großer Unterstützung von der Seitenlinie und eine Mannschaft, die sich trotz aller Widrigkeiten bis ganz nach oben kämpfte.

Deutscher Meister der 3. Mannschaften 2026 – die Schönen Bälle!

Deutsche Meister! Die „Schönen Bälle“ holen den Titel zurück